Endlich mal ein Wetterbericht, der stimmte! Na gut, zumindest halbwegs.
Immerhin wussten wir, dass es blau und warm wird, und das ist doch schon mal was. Von guter Blauthermik ab elf Uhr war allerdings
nicht viel zu merken, AU als Schnüffler schlug nach einer dreiviertel Stunde wieder am Platz auf, was aber nicht etwa eine
Neutralisation oder Verkleinerung der Aufgabe zur Folge hatte, sondern lediglich eine verschobene Startbereitschaft.
Schwitzenderweise saßen also die Piloten in ihren Kisten und
quälten sich bei 800 Metern Basis und mickrigen Steigwerten rum, bevor sie per Funk dann doch ihre verkleinerten Aufgaben
erhielten.
| Clubklasse: |
Wilsche - Seehausen - Müden - Wilsche=199 km |
| Std.klasse: |
Wilsche - Dömitz - Mieste - Müden - Wilsche=223 km |
Nachdem sich etliche Piloten schon vor der ersten Wende auf dem Acker
gesehen hatten, ließen Basis und Steigwerte doch noch ein relativ vernünftiges Weiterkommen zu. Zwar war es
mühsam, sich nach den vorhergegangenen guten Tagen jetzt nur noch mit 1,5 m/s zufriedenzugeben, aber die Bärte kamen
auch im Blauen recht zuverlässig. Hier war Pulkfliegen angesagt.
Die Standardklasse allerdings ackerte dennoch komplett; am weitesten
rutschte Christian Schälicke aus Burgdorf mit 193 Kilometern vor Akaflieger Christoph Möller mit 188 Kilometern und
Simon Bräuninger vom AeC Hannover mit 182 Kilometern.
In der Clubklasse setzte sich zum zweiten Mal das Trio der
Lokalmatadoren durch, die als einzige den Zielrückkehrflug mit einer Landung in Wilsche abschlossen: Henrik Lüthge vom
AC WOB erzielte mit einer ASW 19 einen Schnitt von 45,4 km/h, gefolgt vom Gifhorner Helge Zembold (Std. Cirrus) mit 43,5 km/h.
Eike Schramek (ASW 19) vom AC landete mit 44,4 km/h aufgrund der Index-Unterschiede und einem Sektor-II-Punktabzug auf Rang
drei.
Das für den frühen Abend vorhergesagte Gewitter ließ zum
Glück noch bis in die späte Nacht auf sich warten, so dass die Piloten noch lange in der warmen Sommerluft die
Cocktails wirken ließen.