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Selbst ein Segelflugzeug steuern

Schnupperkursteilnehmer flogen vier Tage am Stück

alle

Die Teilnehmer des Schnupperkurses vor dem Schulungsdoppelsitzer ASK 13.

Erfolgreich verlief für den Luftsport-Verein Gifhorn (LSV) der Schnupperkursus Segelfliegen in der Woche nach Ostern.

Neun Lernwillige hatten sich auf dem Segelfluggelände in Wilsche eingefunden, um vier Tage lang Bekanntschaft mit dem Element Luft zu machen und das Steuer eines Segelflugzeuges zu führen. Dabei wurde nicht nur "reingeschnuppert", sondern gleich handfest in die Materie eingestiegen.

Gleich nach dem Ausklinken des Schleppseiles im Windenstart übernehmen die Aspiranten die Kontrolle über den Segler (geschult wurde mit der ASK 13 und später auch dem Twin Astir) und können mit dem Ausbilder im Fond des Seglers die ersten Übungen wie Geradeaus- und Kurvenflug erlernen. Neben zehn bis zwölf Segelflugstarts bestand für die jugendlichen Teilnehmer ebenfalls die Möglichkeit zu einem kurzen Rundflug mit dem Motorsegler.

Der Ausbildungsleiter rät:

Ausbildungsleiter Rainer Mehlhase erläutert das Prinzip der Kennenlernaktion: "Die Teilnehmer des Schnupperkurses werden wie normale Flugschüler behandelt, durchlaufen also dasselbe Ausbildungsprogramm."

Auch mit der Theorie des Fliegens sowie wichtigen Verhaltensregeln während des Flugbetriebes machten die Fluglehrer die Neugierigen bekannt. Positiv trug während des Schnupperkurses vor allem das schöne Wetter bei. Zwar waren aufgrund der Hochdrucklage mit stabiler Warmluft aus Südosten nur wenige längere Thermikflüge möglich, aber dafür sorgten Sonne und hohe Temperaturen für gute Laune. Marcel Schoon hatte Glück und ergatterte mit knapp 40 Minuten den längsten Flug. Das Fliegen in der Thermik, also den Aufwinden, macht ihm Spaß. "Einziger Nachteil: Man muss ziemlich lange warten, bis man wieder mit dem Fliegen an die Reihe kommt", findet der 14-Jährige, der es sich durchaus vorstellen könnte, später einmal aktiv in den LSV Gifhorn einzutreten.

einsteigen

Vor dem Einsteigen werden die Sicherheitsgurte bereitgelegt. Ein Wink für die Kamera, und gleich gehts los...

So auch Daniel Duismann, dem sogar das Schieben der Flugzeuge von der Landebahn bis hin zur Startstelle nicht viel ausmacht. Julia Jentzsch bekam die Teilnahme am Schnupperkursus als Geburtstagsgeschenk. Ihr gefällt es "ganz gut", da sie sich schon immer für die Fliegerei begeistert habe. Allerdings nervt sie "das ewige Schieben der Flugzeuge", und auch die Tatsache, dass das Hobby mit sehr viel Zeitaufwand verbunden ist, hält sie zunächst noch davon ab, dem Luftsport weiter nachzugehen. "Wenn man dann aber endlich in der Luft ist, macht Segelfliegen richtig Spaß", findet die 16-Jährige.

Die praktische Umsetzung des Schnupperkurses lag vor allem in der Hand der LSV-Jugendgruppe, von der etliche Mitglieder ihre Ferien "opferten", um den Flugbetrieb am Leben zu halten und die Schnupperer beim Schieben, Einklinken usw. zu unterstützen. Natürlich konnten auch sie und weitere LSV-Piloten etliche Starts absolvieren.

schieben

Auch das gehört zum Segelfliegen: Das Flugzeug wird wieder zurück an den Start geschoben

Fluglehrer waren Uwe Menge, Helga Pohl, Hergen Wölbern, Rainer Mehlhase und Andreas Kohrn. Als Flugleiter waren u. a. tätig Inge Leppin, Dorothee Wölbern, Christiane Schweitzer-Mehlhase und Thomas Günther. Winde fuhren u. a. Harald Herder, Hans Wenkebach, Ingo Reinebeck und Helge Zembold.

WICHTIG:

Für alle, die nicht am Schnupperkursus teilnehmen konnten oder auch mal schnuppern wollen: Es besteht jederzeit die Möglichkeit, mit unserem Ausbildungsleiter Rainer Mehlhase ein Schnupperwochenende zu vereinbaren. Näheres unter Tel. (0 53 71) 5 66 90 oder per E-Mail an Rainer Mehlhase

03.05.2000
Helge Zembold