
Vorbereitung auf Deutsche Meisterschaften
Tassilo Bode trainierte in Hockenheim: neunter Platz
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Tassilo Bode mit seiner ASW 22BLE bei der Landung. Mit einer Spannweite von 27 Metern erreicht dieses Flugzeug eine Gleitzahl von über 60. |
Während die Gifhorner Segelflieger aufgrund der bislang eher verhaltenen Thermikflugmöglichkeiten in der Lüneburger Heide erst langsam aus dem Winterschlaf erwachen, haben einige Piloten bereits die Osterferien genutzt, um in den südfranzösischen Alpen die ersten längeren Flüge des Jahres zu absolvieren und herrliche Flugerlebnisse in den schneebedeckten Bergen zu sammeln.
Leistungspilot Tassilo Bode ging in den vergangenen Tagen allerdings noch einen Schritt weiter: Der Wolfsburger startete zusammen mit 120 Teilnehmern beim Internationalen Segelflugwettbewerb in Hockenheim. Dabei war u. a. auch der amtierende Segelflugweltmeister der Offenen Klasse, Holger Karow, mit dem Tassilo Bode zusammen trainierte. Ende Mai nämlich geht der stellvertretende LSV-Vorsitzende nämlich bei den Deutschen Meisterschaften in Mengen an den Start, so dass der erste Wettkampf unter den Wolken in Hockenheim hauptsächlich als Vorbereitung gelten kann. Allerdings flog Tassilo im wahrsten Sinne des Wortes nur knapp vorbei an einem Platz auf dem Siegertreppchen.
Gleich am ersten Wertungstag verpasste der 26-Jährige nach dem Start die vorgeschriebene Abfluglinie, deren Überflug es per Flugschreiber (Logger) zu dokumentieren galt. Somit war der gesamte Flug ungültig. "Hätte ich am ersten Tag keine Probleme gehabt, wäre ich in der Gesamtwertung Erster oder Zweiter geworden", bedauert Bode.
Trotz guter Flugergebnisse an den weiteren drei Wettbewerbstagen mit Flugstrecken zwischen 230 und 480 Kilometern reichte es nur noch für Platz neun in der Gesamtwertung der Offenen Klasse, in der Tassilo mit seinem Hochleistungs-Segelflugzeug vom Typ ASW 22 BLE startete. Diese Maschine (Spannweite 27 Meter) besitzt ein Gleitverhältnis von 1:62, das heißt, bei ruhigem Wetter kann der Segler aus 1000 Metern Höhe eine Flugstrecke von 62 Kilometern zurücklegen.
01.05.2000
Helge Zembold