Mein Lieblingsmodell
Jeder hat ja so sein Lieblingsspielzeug. Das ist auch bei uns Modellfliegern nicht anders. Daher stellen wir hier einfach in loser Folge Mitglieder und ihre Lieblingsmodelle und -Aktivitäten vor
Höllein Slope Infusion und Flitz 2

Bei Wilhelm und Rouven ist Modellflug Familiensache. Was mögt ihr besonders an eurem gemeinsamen Hobby?
„Ich fliege gerne meinen Flitz 2, weil ich direkt aus dem Wurf in die Thermik komme. Besonders beeindruckt mich immer wieder, wie der kleine Flieger auch mit 250 g gegen den Wind nach vorne kommt. Am Modellflug schätze ich den hohen technischen Anspruch, die Betätigung an der frischen Luft und am Segelfliegen das Spiel aus Natur und Physik. Bei mir und meinem Papa ist natürlich toll, ein gemeinsames Hobby zu haben und auch nach dem Fliegen fachsimpeln zu können.“
Leonard hält stolz seinen neuen 5-Zoll-Racecopter in der Hand.

Das sind Modelle wie die oft bekannten Drohnen, nur bis zu 200 km/h schnell. Sie haben eine eingebaute Kamera mit Videosender. Dieses Live-Video kann der Pilot dann per FPV-Brille sehen. FPV steht für „First Person View“. Das fühlt sich so an, als wäre man Superman!
Flugzeugschlepp (F-Schlepp)
Henry und Maurice bei den Startvorbereitungen
Auf dem Bild sind Henry als Schlepppilot und Maurice als Segelflugpilot zu sehen, wie sie ihren ersten F-Schlepp absolvieren.
Hierbei wird ein Schleppflugzeug mit einem kräftigen Motor vor ein Segelflugzeug gespannt. Das kannst du dir so vorstellen wie ein Auto mit Anhänger – nur mit etwa 25 m Seil dazwischen. Dabei wird das Segelflugzeug auf die gewünschte Höhe geschleppt. Üblich sind dabei etwa 200 bis 300 m. Ist die gewünschte Flughöhe erreicht, wirft der Segelflugpilot das Seil ab.
Victor F3B

Maurice mit dem Victor
Maurice fliegt viel seinen Victor F3B. Maurice, was schätzt du so an deinem Flieger?
„Ich liebe meinen Victor, weil er mich bis jetzt noch nicht einmal im Stich gelassen hat. Er war mit mir schon in Norddeutschland zum Hangfliegen, aber auch viel auf unserem Heimatflugplatz in der Ebene. Dabei schätze ich seine schnellen, aber auch thermisch guten Flugeigenschaften. Einfach Liebe auf den ersten Blick!“
Helikopter Logo 700

Hendrik mit seinem Modellhubschrauber
Hendrik fliegt seit Kurzem seinen neuen High-End-Helikopter. Er heißt Logo 700 von Mikado.
Hendrik, erzähl mal: Warum hat dich der Logo 700 so angefixt?
„Hey, mein Name ist Hendrik Bergmann. Ich bin 28 Jahre alt und seit bald 20 Jahren Modellflugpilot. Seit 5 Jahren fliege ich nun auch Hubschrauber und habe mir vor Kurzem den Logo 700 von Mikado zugelegt. Mit dieser Art von Hubschraubern werden Kunstflugwettbewerbe geflogen. Mein Logo 700 hat einen Rotordurchmesser von ca. 1,6 m, wiegt 5,6 kg und hat eine Leistungsaufnahme von bis zu 7 kW. Wegen der hohen Passgenauigkeit der Bauteile, des extrem robusten Chassis und der super Flugeigenschaften ist der Logo 700 mein absoluter Lieblings-Heli, den ich immer wieder gerne fliege.“
Fireworks/Spin F3K
Lennart mit zwei Schleuderseglern
Lennart fliegt liebend gerne die nur wenige 100 g schweren Discus-Launch-Segler. Lennart, wie bist du zum DLG-Fliegen gekommen?
„Ich habe erst mit 24 das Hobby Modellflug für mich entdeckt. Als mich Maurice mit auf den Flugplatz genommen und mir gezeigt hat, dass durch eine Drehung, ähnlich wie beim Diskuswerfen, Höhen von 40 bis 60 m erreicht werden können – und das ganz ohne Motor –, wusste ich, dass ich das unbedingt lernen möchte. Heute besitze ich einen 1,5 m Fireworks DLG mit 290 g und einen 1 m Spin mit 144 g. Bewegung und Spaß garantiert.“
Sbach 342 F3A
Justus fliegt gerne seine Sbach 342 F3A in spektakulären Flugmanövern durch die Luft.
Justus hinter der blauroten Sbach 342
Justus, erzähl uns doch mal von deiner Sbach!
„Ich bin eigentlich ein Fan von kleinen und wendigen Fliegern, aber ich wollte mal etwas in die Luft bewegen, bei dem schon das Anschauen Spaß macht. Ab einer gewissen Größe sind Verbrennungsmotoren eine vernünftige Alternative zu Elektroantrieben. Da ich auf diesem Gebiet noch keine Erfahrung habe und neue Herausforderungen liebe, ist meine Entscheidung schnell gefallen.
Aufgrund des Feelings, des Geruchs, des Sounds und des Nervenkitzels, ob das verdammte Ding mal wieder ausgeht, kombiniert mit guten Flugeigenschaften, fliege ich die Sbach immer gerne.“
Pike Perfection F5J
Henry mit dem über 4 m spannenden Flugzeug
Henry, erzähl mal: Was schätzt du an deinem Modell besonders?
„Ich fliege am liebsten meinen Pike Perfection. Das 3,8 m große Modell wirkt von der Ferne betrachtet schon recht groß. Interessant ist, dass es dennoch nur 2 kg wiegt. Um Gewicht zu sparen, ist nur ein ganz kleiner Akku (3s 850 mAh) verbaut, der für eine Motorlaufzeit von etwa einer Minute reicht. Bei gutem Wetter reicht eine Minute Motorlaufzeit aber aus, um bis zu zwei Stunden in der Luft zu bleiben.
Dafür muss man in Thermikblasen kreisen und kann so einige hundert Meter ohne Motorkraft aufsteigen. Wenn die Sonne auf den Boden scheint, erwärmt er sich, und diese Wärme geht dann auf die darüber befindliche Luft über. Bei den richtigen Bedingungen steigen dann Blasen aus warmer Luft auf – das kann man sich vorstellen wie in einer Lavalampe. In diesen Blasen kann man dann mit dem Flugzeug Höhe gewinnen.“
Mighty Mini Corsair nach Plänen von Flite Test
640 mm Spannweite, 280 g Gewicht.
Das Modell verfügt über Querruder, Höhenruder und Seitenruder.

Vater und Sohn mit den Schaumflugzeugen
Bjarne und sein Vater Jan fliegen und bauen am liebsten Flugmodelle aus dem Werkstoff Styropor. Was sind die Vorzüge von Styroporfliegern und was mögt ihr daran am meisten?
„Bjarne und ich bauen gerne mit Depron, weil sich damit recht einfach und kostengünstig belastbare Strukturen erstellen lassen. Damit ist Depron sehr gut für Modellflugzeuge geeignet.“
Modelle aus aufgeschäumten Kunststoffen wie Depron oder Polypropylen werden in der Modellfliegerszene manchmal als „Schaumwaffeln“ bezeichnet, da sie – vergleichbar mit dem Gebäck – auch aus einzelnen Kunststoffkugeln bestehen, die in Formen erwärmt und aufgeschäumt werden. Manche sehen das als billig an, der große Vorteil des Materials liegt jedoch darin, dass es günstig ist und auch mal unsanfte Landungen gut wegsteckt.
Zudem lassen sich kleine Reparaturen auch direkt im Feld mit etwas Sekundenklebstoff und Aktivator bewerkstelligen.
Thermikschleicher
Hier sieht man Michael mit seinem sogenannten Thermikschleicher. Es ist ein Motorsegler mit 2,85 m Spannweite, gesteuert über Seiten- und Höhenruder. Der Segler hat einen Elektromotor und Bremsklappen. Michael mag das unaufgeregte Gleiten durch die Luft. Gemütlich und ohne Stress dreht der Holzflieger in der Thermik seine Runden.

Michael mit leichtem Thermiksegler
Michael, gibt es die auch kleiner?
„Ja, hier sieht man vorne das Schwestermodell, den Innovation. Auch in Holzbauweise, mit 1,245 m Spannweite und als 2-Achs-Segler – also nur mit Höhen- und Seitenruder –, bewegt sich der Kleine fast ebenso gut in der Thermik. Man sollte nur nicht zu hoch fliegen, weil man ihn dann nicht mehr sehen kann. Dann ist er weg.“
Wir fragen uns gerade, warum ihm das genau jetzt einfällt ;-)

Groß und klein nebeneinander
